Was sind die Grundprinzipien der Trust Technique®?
- Sophie Fukutome
- 7. Nov. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Nov. 2025
Hallo! Schön, dass Du für mein erstes Blog dabei bist.
Bist Du hier, dann wurde Deine Neugier geweckt! Das freut mich. In diesem Blog möchte ich meine Erkenntnisse über die Trust Technique® teilen. Seit November 2023 bin ich Trust Technique®-Praktikerin für Gross- und Haustiere und Mitglied der Trust Technique® Public Practice Community.
Bitte beachte, dass die Trust Technique® dynamisch ist. Sie entwickelt sich weiter. Auch mein Text spiegelt nur mein Verständnis zum Zeitpunkt des Schreibens wider. Ich gehe davon aus, dass auch mein Verständnis dynamisch ist und sich weiterentwickeln wird.
Eine ausführliche Einführung in die Trust Technique® von James French selbst, der die Technik zusammen mit Shelley Slingo entwickelt hat, findest Du unter https://trust-technique.com/product/messages-of-trust/tt/187/ . Die folgenden Erkenntnisse beruhen auf meine persönliche Interpretation, für die ich die volle Verantwortung übernehme.
Da dies mein erster Blog ist, werde ich nur die Grundprinzipien der Trust Technique® erläutern:

Praktische Empathie gegenüber Tieren #PracticalEmpathy
Wie die meisten TierhalterInnen oder TierpflegerInnen hast Du sicherlich schon einmal die Hilflosigkeit und Einsamkeit erlebt, von Deinem Tier nicht gehört zu werden, wenn es aufgeregt ist. Die Trust Technique® kann Dir helfen, Dein Tier zu erreichen. James French nennt es #Achtsamkeit für Menschen mit ihren Tieren. Ich denke, man könnte es auch als eine praktische und aktive Form der Empathie bezeichnen (#PracticalEmpathy): eine Methode, Deinem Tier zuzuhören, die Du üben und verbessern kannst. Da im Grunde das Konzept der Trust Technique® einfach ist, ist sie vielseitig im Alltag einsetzbar, den Du mit Deinem Tier teilst.
Seit ich die Trust Technique® mit meiner hypersensiblen Hündin Lucky übe, regt sie sich seltener und weniger intensiv auf, und wenn sie doch einmal aufgeregt ist, können wir die Kommunikation schneller wiederherstellen.
Hier sind die Grundprinzipien der Trust Technique®.
Geteilte Gefühle #SharedFeelings
Die grundlegende Annahme der Trust Technique® ist, dass Lebewesen Gefühle teilen. Zum Beispiel, bist Du frustriert, so ist es Dein Tier wahrscheinlich auch. Als Wissenschaftlerin würde ich gerne verstehen, wie das funktioniert. Dazu müssen jedoch zwei Fragen beantwortet werden: Was sind Gefühle für ein Tier und wie werden diese übertragen? Keine dieser Fragen wird in naher Zukunft gelöst werden können. Glücklicherweise ist das für die Durchführung und Anwendung der Trust Technique® irrelevant. Doch das Teilen von Gefühlen (#SharedFeelings) ist eine ausgezeichnete Arbeitshypothese, und die Erfahrung zeigt, die Trust Technique® funktioniert.
Ausserdem hast Du sicher oft beobachtet, dass etwas übertragen wird. Wenn Du einen schlechten Tag im Büro hattest, sind beim Heimkommen Deine Tiere weniger kooperativ, als Du es Dir wünschen würdest. Wenn eine Situation Dich nervös macht, wird Dein Tier unruhig. Ein unruhiges Schulkind kann eine ganze Klasse in Unruhe versetzen ... Und vieles mehr. Wenn Aufregung übertragen werden kann, wie ist es mit Ruhe?
Denkaktivitätsniveaus #ThinkingLevels
Wir haben zwar keinen Zugang zu den Gefühlen unserer Tiere, aber wie sich ihre Gefühle auf sie auswirken, können wir mit eigenen Augen sehen. Ein friedliches Tier ist körperlich entspannt; es lässt ruhig seine Sinne die Signale in der Umgebung aufnehmen. Ein aufgeregtes oder erregtes Tier zeigt Anzeichen körperlicher Anspannung oder ein unwiderstehliches Bedürfnis, sich zu bewegen; seine Wahrnehmung ist eingeschränkt.
Ohne zu wissen, was Tiere innerlich empfinden, ist es für uns möglich zu erkennen, wie beschäftigt ihre Psyche ist. James French nennt diese Aktivitätsebene der Psyche „Denkaktivitätsniveaus” (#ThinkingLevels). Auf einer Skala von 0 bis 10 würde Dein Tier bei 10 in völliger Panik sein und bei 1 tief schlafen. Bei 0 würde es sich im REM-Schlaf (Rapid Eye Movement Sleep) befinden. In der Regel hört Dich Dein Tier oberhalb von Denkaktivitätsniveau 7 nicht mehr.
Was bewirkt also die Trust Technique®?
Mit der Trust Technique® nutzt Du #SharedFeelings, um der Psyche Deines Tieres dabei zu helfen, die Leiter der Denkaktivitätsniveaus hinabzusteigen. Dies geschieht in einer Art Dialog zwischen Dir und Deinem Tier (#DialogueWithYourAnimal), der von Deiner Seite etwas Disziplin und Konzentration erfordert. Aber nach und nach, im Verlauf dieses Dialogs, kann Dein Tier loslassen und es wird schläfrig.
Die regelmässige Wiederholung dieser Übung hat mehrere Auswirkungen. Dein Tier übt das Loslassen, insbesondere unter Deiner Anleitung, aber nicht nur. Es lernt, dass es kein Problem ist, loszulassen. Und auch für Dich ändert sich etwas! Du entwickelst eine feinere Wahrnehmung für die Denkaktivitätsniveaus Deines Tieres. Ausserdem lernst Du Geduld. Nicht nur Warten. Echte Geduld. Die Art von Geduld, die es Dir ermöglicht, die steigenden und fallenden Denkaktivitätsniveaus Deines Tieres als ein Ereignis mit seinem eigenen Timing wahrzunehmen, als ein Ereignis, das wert ist, gehört zu werden.
Etwas Humor

Mehr dazu beim nächsten Mal...
In den folgenden Beiträgen möchte ich verschiedene Themen behandeln. Zum Beispiel möchte ich Dir eine typische Sitzung zeigen. Oder mich näher mit den Denkniveaus befassen. Oder über die Trust Technique® und den Schlaf sprechen. Bis dann!
Und wenn Du nicht so lange warten möchtest: Besuche meine Website trust-and-regard.com/de, buche eine Beratung oder suche Dir ein paar interessierte Freunde oder Verwandte und buche ein kostenloses Webinar unter info@trust-and-regard.com.





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